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Verfahrensinhalte

Überblick

Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen wird seit dem Jahr 2000 ein einrichtungsübergreifendes und vergleichendes Qualitätssicherungsverfahren für Einrichtungen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation entwickelt und implementiert: das QS-Reha®-Verfahren. Die damaligen Spitzenverbände der Krankenkassen1 hatten hierzu wissenschaftliche Institute mit der methodischen Entwicklung der QS-Instrumente beauftragt. Dies erfolgte unter Einbindung von klinischen Experten der Einrichtungen sowie dem damaligen Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS)2 und den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDK).

Das QS-Reha®-Verfahren beinhaltet eine externe, einrichtungsvergleichende Prüfung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität einschließlich der Patientenzufriedenheit nach dem Konzept des "Qualitätsprofils". Mittelfristig ist eine Vereinheitlichung des QS-Reha®-Verfahrens der Krankenkassen und des Qualitätssicherungsverfahrens der Rentenversicherung angestrebt.

Für jede Indikation der medizinischen Rehabilitation wurden in einer Konzept- und Pilotphase die Instrumente entwickelt und getestet, bevor sie in der Routine angewendet werden (Projektablauf und Zeitplan).

Die an dem Verfahren teilnehmende Einrichtung erhält einen aussagekräftigen Ergebnisbericht (Ergebnisrückmeldung), in dem sowohl die zusammenfassenden Bewertungen zu einzelnen Qualitätsdimensionen als auch Einzelergebnisse dargestellt sind. Dabei werden die zusammenfassenden Bewertungen einem Vergleich mit anderen Einrichtungen des gleichen Indikationsgebiets unterzogen (Einrichtungsvergleiche), so dass sich die Einrichtung sowohl mit dem Durchschnitt der anderen Einrichtungen als auch mit einzelnen, anonymisierten Einrichtungen vergleichen kann.

Die Ergebnisse aus dem QS-Reha®-Verfahren können von allen Krankenkassen eingesehen werden. Sie ermöglichen damit eine qualitätsorientierte Belegungs- und Vergütungsgestaltung.

Seit 2004 erfolgt eine Erweiterung des Verfahrens auf die Versorgungssektoren ambulante Rehabilitation, Kinder-/Jugendrehabilitation und Mutter-/Vater-Kind (Vorsorge und Rehabilitation).


1Seit dem 01.07.2008 bestehen diese weiter als Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene.
2Seit dem 01.07.2008 besteht dieser weiter als Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

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